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Darwin Correspondence Project

From Georg Recht1   17 March 1870

Mist. Darvin!

Ich erlaube mir Ihnen die neuesten Resultate meiner Forschungen mitzutheilen, welche ich in einen einzigen Satz zusammenfassen kann—indem ich ausspreche, dass das Gesetz der Traegheit—vis inertiae—das Grundgesetz unserer Mechanik, und damit unserer Maschinenkunde, unserer Physik, unserer Astronomie und all unseres Wissens falsch oder ein Irrthum ist.

Nach diesem Gesetze sind alle Erscheinungen in der Natur Folgen eines primitiven Anstosses, den die Astronomen mit Tangentialkraft, die Chemiker mit Affinitaet & bezeichnen, und da dieser Stoss in der Astronomie nicht nachweisbar ist, denn die Hypothese von Laplace2 ist unhaltbar, nehmen die Philosophen den Bewegungs— Zustand des Universums als den primitiv gegeben an, i.e. sie nehmen an, dass der gegenwartige Zustand des Universums ein ewiger ist.

Nach diesem erwaehnten Grundgesetze betrachten die Physiker alle Natur erscheinungen als bloss mechanische ohne weitere Thaetigkeit von Kraeften, waehrend sie meinem Grundgesetze nach alle dynamisch sind.

Die Mathematiker naemlich haben aus Arithmetik, Geometrie und einer besondern Mechanik ein eignes Universum construirt, in welchem sie rechnen koennen, und man hat dieses theoretische oder mathematische Universum als congruent oder identisch mit dem physischen Universum angenommen. Das ist der grosse Irrthum. Das Grundgesetz der analytischen oder mathematischen Mechanik ist:

Wenn ein Koerper einmal durch eine aeussere Ursache in den Zustand der Bewegung versetzt ist geradlinig oder rotirend oder beides zugleich—so bleibt er von selbst in diesem Zustande ohne weitere Thaetigkeit einer Kraft.

Diesem Grundgesetze liegen folgende Voraussetzungen unter:

a) Jedes Bewegungsobject nimmt die ihm zugedachte Geschwindigkeit momentan an ohne Zwischenstufen von Geschwindigkeiten;

b) Jedes Bewegungsobject nimmt jede Geschwindigkeit in einem und demselben in allen seinen Puncten seiner ganzen räumlichen Ausdehnung nach an.

Die naehsten Folgerungen aus obigem Grundgesetze aber sind:

1) Jede momentan thaetige Kraft erzeugt eine gleichmaessige geradlinige Bewegung;

2) Jede constante Kraft erzeugt eine beschleunigte, und zwar eine gleichmaessig beschleunigte Bewegung.

Diesen Gesetzen setze ich für physische Körper folgende entgegen:

1) Jeder physische Koerper nimmt eine jede Bewegung nur successiv von Theil zu Theil an, und ist folglich im Zustande der Bewegung ausgedehnt;— Beweis für die molekülar artige Zusammensetzung der Koerper, insbesondere aber für die Verbindung dieser Moleküle unter einander, welche in eine physikalische und in eine chemische zerfaehlt—

2) Jeder Koerper nimmt eine gewisse Geschwindigkeit nur successiv von Grad zu Grad und zwar von Null aus an.

In Folge des ersten Gesetzes ist jeder Koerper waehrend einer Bewegung elastisch erregt, und, da nicht nur Waerme die Koerper ausdehnt, sondern umgekehrt auch Ausdehnung Waerme bindet, in seinem Waerme zustande veraendert— man kann im luftleeren Raume eine Kugel durch Rotation an ihrem Aequator zum Glühen bringen, waehrend sie an ihren Polen kalt bleibt oder sich sogar abkühlt— Diese elastische Ausdehnung oder Zusammendrüchung, je nachdem die Kraft zieht oder schiebt tritt mit dem Erlöschen der Kraft in Thaetigkeit, verwandelt jede Bewegung eines physischen Koerpers in eine retardirende und bringt ihn in seinen primitiven Raumzustand in Bezug auf Groesse & Form und damit in Bezug auf seinen Waermezustand zurück, womit aber zugleich der Zustand der Ruhe eintritt.

Ich hatte Gelegenheit, Versuche auf der Eisenbahn anzustellen, und habe gefunden, dass die Retardirungszeit eines Zuges einzig und allein von dem elastischen Zustande der Zugstange abhaengt, wobei man die Bewegung derselben oder die Elastizitaetsgrenze wesentlich unterscheiden muss von der Groesse ihrer elastischen Kraft. Durch Aufeinanderlegen von Gummi-Ringen vermehrt man nur die Elastizitaetsgrenze, durch Nebeneinanderlegen die elastische Kraft.

Nach diesen Erklaerungen tritt nie & nirgens in der Natur eine Kraft verinzelt auf, sondern stetz zwei Kraefte in Verbindung mit einander und zwar eine äussere und eine innere und diese Verbindung ist nur der Gleichgewichtszustand derselben, und zwar nicht labiles, sondern stabiles Gleichgewicht, weil mit der Veraenderung der einen der beiden Kraefte sich zugleich die andere veraendert.

Ist der Anfang der Wirkungen zweier entgegengesetzter Kraefte, die sich das Gleichgewicht halten, ganz glichzeitig, so haben wir Gleichgewicht in Verbindung mit Ruhe, beginnt die eine erst, wenn die andere schon begonnen hat, so ergibt sich ein Zeitatom & damit ein Geschwindigkeitsatom oder Bewegung.

Jeder Körper, der durch eine Kraft in Bewegung versetzt wird, hat in seinen innern Eigenschaften demnach ein Streben zur Ruhe, das sich erst aeussert, wenn die Kraft ihre Wirkung schon begonnen hat, und kommt durch dieses Streben successiv zur Ruhe nach dem Erlöschen der Kraft i.e. wenn die Kraft nicht fortwährend erneuert wird. Darin liegt mein Grundgesetz der Bewegung. Aus diesem folgt:

1) Die gleichmässige Bewegung ist die Folge einer constanten Kraft oder einer continuirlichen Krafterneuerung.

2) Die beschleunigte Bewegung Folge einer continuirlichen Kraftvermehrung.

Geht man mit diesen Bewegungsgesetzen an die Betrachtung der Natur, so erscheinen alle Raethsel derselben gelöst, alle Geheimnisse derselben liegen aufgedeckt vor uns. Der Individualisirungs-Prozess von der Bildung der Weltkoerper an bis zur Entstehung der einfachsten Zelle herab wird klar, wenn man die Natur des Aetherkoerpers, und die wahre Groesse, Form & Bewegung der Atome desselben, so wie die der Moleküle damit in Verbindung bringt dadurch, dass man die physikalische & die chemische Vereinigung derselben zu besondern Koerpern & Individuen erfasst. Ueber alle diese Dinge bin ich vollstaendig ins Klare gekommen und alle diese Geheimnisse liegen so offen vor mir, p.e. das Wesen oder die Ursache der Schwerkraft, die man bisher bloss in ihren Wirkungen aber nicht in ihren Ursachen erkannte, wie mathematische Lehrsaetze; allein der Raum eines Briefes reicht nicht hin zu deren Auseinandersetzung. Nur für eine Sache erlaube ich mir noch Ihre Geduld in Anspruch zu nehmen, und dieses ist der Begriff der Elastizitaet.

Gewöhnlich versteht man unter Elastizicitaet eines Koerpers das Bestreben desselben, die primitive Groesse & Form, wenn diese seine Raumelemente durch eine aussere Ursache veraendert wurden, wieder herzustellen.

Die Groesse eines Körpers haengt ab von der Groesse seiner Drei Dimensionen, die von einander abhaengig sein können wie p.e. in einer Kugel, oder die auch ganz unabhaengig von einder sind p.e. in einem Ellipsoid mit dri Axen oder in einem Parallelepipedon.

Die Form eines Koerpers besteht in den Winkeln, welche diese seine Dimensionen unter einander bilden.

Demnach ist vor allem zu unterscheiden: 1) Groessenelastizitaet und 2) Formelastizicitaet; Erstere ist entweder bloss einfach linear oder zweifach linear—Flächenelastizitaet—oder dreifach linear—Körperelastizitaet—

Da nun jede Dimension eines Körpers wieder entweder vergrössert oder verkleinert werden kann, so müssen wir jede Elastizitaet wieder unterscheiden in Zug—oder Druck—Elastizitaet oder in positive & negative.

Da aber jeder Körper nicht nur als solcher elastisch ist, sondern auch seine Moleküle, so ist auch die Körper-Elastizitaet zu unterscheiden von seiner Molekülar-Elastizitaet.

Was die Formelastizitaet anbelangt, so laesst sich jeder Winkel vergrössern oder verkleinern, und diese Elastizitaet bedingt eine Biegung des Koerpers, so lange die Winkelebenen unverändert bleiben. Jede solche Ebene kann sich aber auch entweder nach der einen oder nach der andern Seite drehen, und daraus entsteht die doppelte Rotations-Elastizitaet. Die Biegungs- und die Rotations-Elastizitaet bilden zusammen die Formelastizitaet.

Wenn wir nun p.e. einen Körper streken, so aendert sich mit seiner Laengenelastizitaet entweder auch seine Breitenelastizitaet oder nicht; jedenfalls aber ist mit der Längenbewegung eine Veraenderung seiner Molekülarverbindung bedingt, diese müssen sich daher einander nähern und von einander entfernen koennen ohne ihre Verbindung zu verlieren. Diese Molekülarbewegung kann nur Rotation sein, so dass in den Koerpern bei ihrer Veraenderung stets Rotation mit Translation verbunden ist.

Elastizitaet ist latente Geschwindigkeit oder latente Waerme oder Folge von latenten Aether, der damit in das übergeht, was man gewöhnlich unter Stoff oder Materie versteht, während der Aether selbst nur aus unveraenderlichen & daher unelastischen Atomen besteht, welche nur durch ihre Geschwindigkeit und durch ihre Verbindung die Grundlage des Universums bilden, und zwar die sogenannte geistige und die materielle Grundlage.

Was das Streben einer Materie anbelangt, und was als solches mit dem Begriffe der Materie nicht vereinbar ist, so ist darunter ein Bestreben nach Geschwindigkeit oder nach Bewegung zu verstehen und ist daher bedingt durch das Vorhandensein eines Geschwindigkeitsatomes ohne dass Bewegung eintritt. Besteht p.e. in den Molekülen respective in deren Elastizitaeten ein Geschwindigkeitsatom ohne dass dasselbe im Stande ist den Körper zu zertrümern oder in eine Entwicklung überzuführen, so besteht im Körper ein Streben.

Ist ein Koerper p.e. von der Anziehung durch einen andern Koerper ergriffen, so ist er in seiner Molekülarelastizitaet erregt, welche eine Bewegung des Gesammtkörpers herbeiführt, wird diese durch eine Unterlage aufgehoben, so bleibt die erregte Molekularelastizitaet als Streben nach Bewegung.

Was die Elastizitaet in den Naturkörpern anbelangt, so sind die unaeren Körper einfach, die binaeren zweifach, ü. die ternaeren dreifach elastisch oder dreifach d.i. räumlich linear oder nach allen Richtungen linear elastisch. Diese Elastizitaet bezieht sich aber auf die Moleküle, wahrend diese elastische Uterscheidung der Körper dieselben in feste, flüssige und luftförmige zertheilt.

In der organischen Natur sind die festen Körper dargestellt, durch die linear elastischen Pflanzen, die zweifach elastischen durch das Thierreich, die nach allen Richtungen linear elastischen oder luftförmigen durch den Menschen.

Im Thiere bilden die Muskeln des Ruchgrates und der Extremitaeten rechte Winkel daher die Elemente einer Fläche, während Ruchgrat, das kleine Gehirn und das grosse Gehirn in einer einzigen Geraden liegen, daher das Thier geistig nur linear elastisch ist. Der Mensch ist aber körperlich linear und geistig zweifach elastisch, die Ruchgratlinie und die Gehirnlinie stehen auf einander senkrecht.

Zum Schlusse erlaube ich mir nur noch den Begriff der allgemeinen Bewegung festzusetzen.

Die erste und die Grundbewegung ist die gleichmaessig geradlinige, die zweite die gleichmaessige Rotation. die allgemeine geradlinige Bewegung geht von einem Puncte aus nach zwei entgegengesetzten Richtungen, die allgemeine Rotation gleichfalls nach zwei entgegengesetzten Richtungen. In der Schraube oder in der Spirallinie sind die beiden Bewegungen als einseitige mit einander verbunden, während in der DoppelSchraube, in welcher sich zwei Schraubenlinien durch entgegengesetzte Rotationen nach den zwei entgegengesetzten Richtungen auch translatorisch fortbewegen, die allgemeine lineare Bewegung vorgestellt ist.

Betrachtet man einen Körper, in welchem jedes Atom mit jedem andern Atome verbunden ist, und traegt die allgemeine lineare Bewegung auf jede Verbindungslinie dieses Körpers über, so hat man einen Körper, in welchem von jedem Puncte, resp. von jedem Atome aus nach allen Richtungen allgemeine lineare Bewegungen stattfinden, und dieser Koerper ist der Aetherkoerper, der damit alle Bedingungen des sogenannten geistigen & materiellen Lebens des Universums enthaelt nebst allen Bedingungen des ganzen Individualisirungsprocesses.

Was die allgemeine lineare Bewegung mit entgegengesetzten Rotationen und entgegengesetzten Translationen anbelangt, so sehen wir dieselbe an jedem Lichstrahl, bei jeder electrischen und jeder Waermebewegung, so wie in jedem chemischen Processe. In jedem einzelnen Lichtstrahl sehen wir Stoff sich fortbewegen nach zwei entgegengesetzten Richtung in Verbindung mit zwei entgegengesetzten Rotationen, die man für Wellenbewegung haelt.

Wir sehen diese Bewegungen aber auch im Thierreiche in den Ubergaengen der Landthiere in Wasserthiere und umgekehrt der Wasserthiere in Landthiere; der Landthiere in Luftthiere und von den Luftthieren in Landthiere; der Wasserthiere in Luftthiere und von den Luftthieren in Wasserthiere abgesehen von der Wanderung der Organe von Gattung zu Gattung. So p.e. beginnt das Geschlechtsleben bei den Menschen mit dem Gesichtssinne, bei den Landthieren dagegen mit dem Gerüchssinne, waehrend es bei den Vögeln mit dem Gehörssinne beginnt. der Gesichtssinn endet bei den Vögeln in den Nierenpuncten. etc. etc.

Euer Hochgeboren würden mich sehr glücklich machen, wenn Sie diesen Zeilen einige Zeit widmen, und dieselben zur Kenntniss der Royale Societe bringen würden. Unendlich glücklich würde ich aber sein, wenn ich eine Antwort über deren Aufnahme erhalten würde. Ich getraue mir kaum zu ahnen, dass mir je das Glück beschieden sein wird, persönlich vor der Royale Societe zu erscheinen und irgend welche an mich gestellte Fragen beantworten zu koennen.3

Mit ausgezeichnetster Hochachtung und Verehrung | Euer Hochgeboren | ergebenster Diener | Dr. Recht | in München.

den 173 70.

Footnotes

For a translation of this letter, see Correspondence vol. 18, Appendix I.
In his letter of 1 March 1869 (Correspondence vol. 17), Recht had discussed the application of physical principles concerning motion to living systems. Recht refers to the nebular hypothesis formulated by by Pierre Simon, marquis de Laplace, in Exposition du système du monde (Laplace 1796).
No papers by Recht appear in the Proceedings of the Royal Society of London. Recht had asked CD to communicate an earlier monograph (Recht 1869) to a scientific society (see Correspondence vol. 17, letter from Georg Recht, 9 February 1869).

Bibliography

Correspondence: The correspondence of Charles Darwin. Edited by Frederick Burkhardt et al. 26 vols to date. Cambridge: Cambridge University Press. 1985–.

Laplace, Pierre Simon marquis de. 1796. Exposition du système du monde. 2 vols. Paris: Imprimerie du Cercle-Social.

Recht, Georg. 1869. Die Entwicklung der Weltgesetze. Munich: Schurich.

Translation

From Georg Recht1   17 March 1870

Mist. Darvin!

I venture to communicate to you the latest results of my research, which I can summarise in one sentence, since I state that the law of inertia—vis inertiae—the fundamental law of our mechanics, and thus of our engineering, our physics, our astronomy, and of all our knowledge, is false or an error.

According to this law all phenomena of nature are the effect of a primitive impulse, which the astronomers call tangential force and the chemists affinity; and since this impulse is not demonstrable in astronomy, for the hypothesis of Laplace2 is untenable, the philosophers accept the kinetic condition of the universe as the primitive state, that is, they assume that the present state of the universe is constant.

According to this aforementioned fundamental law, physicists regard all phenomena of nature as merely mechanical without any further activity of other forces, while according to my own fundamental law these phenomena are all dynamic.

For mathematicians have, from arithmetics, geometry and a particular mechanics, constructed a special universe, within which they can compute, and this theoretical or mathematical universe has been accepted as congruent or identical with the physical universe. This is the great error. The fundamental law of analytical or mathematical mechanics is the following:

Once a body has been set in motion by an external cause whether rectilinear or rotational or both at once—it stays in this state on its own, without further action of any force.

This fundamental law is based on the following assumptions:

(a) Every moving object assumes its proper velocity without intermediate stages of velocity;

(b) Every moving object assumes any velocity in each and every one of its points in its entire spatial extension.

Subsequent conclusions from the fundamental law are, however:

1) Every presently acting force produces a uniform rectilinear motion;

2) Every constant force produces an accelerated, indeed a uniformly accelerated motion.

In contrast to this I offer these laws for physical bodies:

1) Every physical body enters into motion only successively bit by bit; and consequently in the state of motion it is expanded;— proof of the molecular composition of bodies, but above all of the bonds between these molecules among one another, which are broken apart in a physical and chemical way—

2) Every body assumes a particular velocity only successively and by degrees, starting, to be sure, from zero.

As a result of the first law a body in a state of motion is elastically excited; and, since heat not only expands bodies, but the reverse, that expansion also binds heat, so transforms its thermal state— In a vacuum, the rotation of a ball can cause it to glow at its equator, while its poles remain cold or even cool down— This elastic expansion or compression, depending on whether the force is pulling or pushing, operates upon the extinction of the force, it transforms every motion of a physical body into a retarding one and reduces the body to its primitive spatial state in respect to size & form, and thus with respect to its thermal state, by which, however, it also enters the state of rest.

I had the opportunity to perform experiments on the railway, and I found that the retardation time of a train depends solely on the elastic state of the drawbar, whereby the movement itself or the limit of elasticity must be fundamentally distinguished from the size of its elastic force. By laying rubber rings on top of one another one increases only the limit of elasticity, by laying them side by side one increases the elastic force.

According to this account, a force absolutely never occurs in nature by itself alone, but there always are two of them acting together, that is, an external one and an internal one; this combination is simply the state of equilibrium of these, and not an unstable but a stable equilibrium, for with the alteration of one of the two forces changes, the other changes at the same time.

If the onset of operation of two opposing forces that are in balance happens at the same time, then we get an equilibrium at rest, if one of them starts after the other, we get an atom of time and thus an atom of velocity or motion.

Any body set in motion by a force thus has among its inner qualities a tendency towards rest, which becomes apparent only after the force has already taken effect, and as a result of this tendency, the body gradually comes to rest as the force fades, i.e., unless the force is constantly renewed. Therein lies my fundamental law of motion. From this follows:

1) Uniform motion is the result of a constant force or of a continuous renewal of force.

2) Accelerated motion is the effect of a continuous increase of force.

When one considers nature with these laws of motion in mind, all her riddles appear solved, all her secrets are uncovered before us. The process of individuation from the formation of the world-body down to the genesis of the simplest cell becomes clear if one associates it with the nature of the ether-body, and with the true size, form & motion of its atoms and molecules, by apprehending their physical and chemical association with particular bodies and individuals. This whole matter has become entirely clear to me, and all these secrets lie thus open before me, e.g. the nature or the cause of gravity, which has hitherto been understood only in its effects and not in its causes, like mathematical theorems; only the space of a letter is not sufficient for its exposition. There is just one point, however, for which I venture to claim your patience, namely the concept of elasticity.

What is commonly understood by the elasticity of a body is its tendency to restore its original size & form should these its spatial elements be altered by an external cause.

The size of a body depends on the size of its three dimensions, which may be mutually dependent as e.g. in a ball, or which may be entirely independent of one another, e.g. in an ellipsoid with three axes or in a parallelepiped.

The shape of a body consists in angles that form its dimensions.

Thus we must distinguish above all between: 1) elasticity of size and 2) elasticity of form; the former is either just linear, or doubly linear—surface elasticity—or triply linear—body elasticity—

As every dimension of a body can again be either extended or reduced, we must in each kind of elasticity distinguish between elasticity in tension and elasticity in compression, or between positive and negative elasticity.

However, since it is not merely the body as such which is elastic, but also its molecules, we must distinguish the elasticity of the body from its molecular elasticity.

Regarding the elasticity of form, any angle can be extended or reduced, and this elasticity causes a bending of the body, so long as the angle planes remain the same. Any such plane, however, may turn to either side, and from this results a double rotational elasticity. Together, the bending and the rotational elasticity make up the elasticity of form.

If we now e.g. stretch a body, its elasticity of width may or may not change with its elasticity of length; but in any case, this elongation entails a change in the molecular bonds. These, consequently, must be able to move closer together and further away from one another without becoming disconnected. Such molecular movements can only be rotational, and hence it follows that changes in the body must always be a combination of rotation with translational movement.

Elasticity is latent velocity or latent heat or the result of latent aether, which thereby changes into what is commonly understood by substance or matter. The aether itself consists exclusively of immutable and hence inelastic atoms, which solely through their speed and their connectedness form the foundation of the universe, that is, the so-called spiritual and the material foundation.

The idea of a tendency in matter, a notion that as such is incongruous with the concept of matter, must be understood as a tendency towards speed or motion. Thus, it is brought about by the presence of an atom of velocity without motion setting in. E.g. if within the molecules in their respective elasticity there is an atom of velocity that is unable either to shatter the body or to induce a development in it, then there is a tendency in the body.

When a body is e.g. under the influence of an attraction by another body, it is excited in its molecular elasticity, which brings about a movement of the body as a whole, and if this movement is neutralised by a supporting surface, the excited molecular elasticity continues as a tendency towards movement.

As for the elasticity of natural bodies, unitary bodies are singly elastic, binary bodies doubly elastic, and ternary bodies are triply elastic, i.e. they are spatially linear or linear elastic in all directions. This elasticity relates to the molecules, while the elastic differentiation of the bodies divides them up into solid, fluid and gaseous bodies.

In organic nature solid bodies are represented by linearly elastic plants, the doubly elastic by the animal kingdom, and those that are in all directions linear elastic or gaseous are represented by man.

In animals the muscles of the spine and of the extremities form a right angle and thus the elements of a plane, while the spine, the cerebellum and the anterior brain lie on a single (straight) line, which is why animals are mentally linear elastic only. Man, on the other hand, is physically linear and mentally doubly elastic, and his spine and cerebral line are mutually perpendicular.

Finally I venture to establish only the concept of general movement.

The first and basic movement is that of a steady linear motion, the second that of a steady rotation. General linear motion proceeds outward from one point in two opposite directions, and general rotation likewise proceeds in opposite directions. In a helix or a spiral line both movements are simply connected with one another, while in a double helix, in which two spiral lines move through opposite rotations towards the two opposite directions, also in translatory manner, general linear motion is demonstrated.

Consider a body in which every atom is connected with every other atom, and general linear movement is applied to every connection within this body, then one has a body in which from every point, i.e. in every atom, there occurs general linear movement in all directions. Such a body is an aetherbody, which thus contains all the conditions of the so-called mental & material life of the universe, and furthermore all the conditions of the entire process of individuation.

Thus, general linear motion with opposite rotations and opposite translations can be observed in any beam of light, in any electrical or thermal motion, as well as in any chemical process. In every single beam of light we see substance move in opposite directions in combination with two opposite rotations, which are presumed to be undulations.

These movements can however also be observed in the animal kingdom, in the transition from land animals to aquatic animals and vice versa, from aquatic animals to land animals; from land animals to flying animals and from flying animals to land animals; from aquatic to flying animals and from flying to aquatic animals, not to mention the migration of organs from genus to genus. Thus, e.g. the sex life in humans starts with the sense of vision, that of land animals with the sense of smell, while in birds it is based on the sense of hearing. The sense of vision in birds ends in the renal points, etc. etc.

It would make me very happy, sir, if you would devote some time to these lines, and would bring them to the attention of the Royal Society. I would consider myself infinitely fortunate to receive a reply regarding their reception there. I hardly dare to hope that I would be so fortunate as to appear before the Royal Society and to reply in person to any questions that may be put to me.3

With my highest esteem and veneration | Your Honour | your most humble servant | Dr. Recht | in Munich.

173 70.

Footnotes

For a transcription of this letter in its original German, see pp. 72–6.
In his letter of 1 March 1869 (Correspondence vol. 17), Recht had discussed the application of physical principles concerning motion to living systems. Recht refers to the nebular hypothesis formulated by by Pierre Simon, marquis de Laplace, in Exposition du système du monde (Laplace 1796).
No papers by Recht appear in the Proceedings of the Royal Society of London. Recht had asked CD to communicate an earlier monograph (Recht 1869) to a scientific society (see Correspondence vol. 17, letter from Georg Recht, 9 February 1869).

Bibliography

Correspondence: The correspondence of Charles Darwin. Edited by Frederick Burkhardt et al. 26 vols to date. Cambridge: Cambridge University Press. 1985–.

Laplace, Pierre Simon marquis de. 1796. Exposition du système du monde. 2 vols. Paris: Imprimerie du Cercle-Social.

Recht, Georg. 1869. Die Entwicklung der Weltgesetze. Munich: Schurich.

Summary

Explains that law of inertia, and most of modern mechanics, is all wrong. Explains his concept of "elasticity" of bodies. Applies it to physiology.

Letter details

Letter no.
DCP-LETT-7140
From
Georg Recht
To
Charles Robert Darwin
Sent from
Munich
Source of text
DAR 176: 77
Physical description
11pp (German)

Please cite as

Darwin Correspondence Project, “Letter no. 7140,” accessed on 23 January 2020, https://www.darwinproject.ac.uk/letter/DCP-LETT-7140.xml

Also published in The Correspondence of Charles Darwin, vol. 18

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